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Warum sind Open Educational Resources (OER) eine gute Idee für zeitgemäße Pädagogik?

OER (Open Educational Resources) sind Bildungsmaterialien, die man aufgrund ihrer freien Lizenz beliebig weiterverwenden kann. Sie liegen häufig, aber nicht zwangsläufig digital vor und können in Umfang und Komplexität sehr unterschiedlich sein: vom einfachen Arbeitsblatt bis hin zu einem umfassenden Online-Kurs!

Beliebige Weiterverwendung bedeutet, dass für die Materialien die ‚5V‘ gelten. Man darf die Materialien verwahren/vervielfältigen, verwenden, verarbeiten, vermischen und verbreiten.

Beispiel: ein OER-Arbeitsblatt darf ich mit eigenen Informationen anreichern, ein weiteres Bild aus einem anderen Material hinzufügen – und das Ergebnis dann meinen SuS auf einer virtuellen Lernplattform zur Verfügung stellen.

OER sind aus mehreren Gründen eine gute Idee für zeitgemäße Pädagogik:

  • OER hatten von Beginn an die Misssion, allen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Darum geht es auch bei zeitgemäßer Pädagogik: alle mitnehmen, niemanden zurücklassen!
  • OER setzen auf Austausch und Kollaboration unter Lehrenden zum Nutzen von allen. Niemand muss das Rad immer wieder neu erfinden!
  • OER haben das Potential für eine zeitgemäße Qualitätsentwicklung in der Bildung. Nicht Stempel drauf und fertig – sondern Qualitätsentwicklung als Prozess.
  • OER können einfach angepasst und verändert werden. Damit bieten sie die Perspektive für spezifisch passende und individualisierte Bildung. Unterschiedliche Bedürfnisse und Vorkenntnisse können berücksichtigt werden.
  • Durch die einfache Weiterbearbeitung können OER-Materialien nicht nur einfach aktuell gehalten werden. Sie bieten auch die Möglichkeit, neue Themen und Aspekte, die noch nicht von traditionellen Bildungsmaterialien aufgegriffen wurden, in den Unterricht zu integrieren. Ein Beispiel ist das Themenfeld des globalen Lernens oder auch Bildungsmaterialien zum Coding.
  • Und vor allem bieten OER das Potential nicht nur die Materialien, sondern die Bildung insgesamt offener zu gestalten. Mit so genannten Open Educational Practices (OEP) kann an konstruktivistische Lerntheorien angesetzt werden; Multiperspektivität, kollaboratives Lernen & eine aktive Rolle der Lernenden im Lernprozess. Für eine neue Bildungskultur der Freiwilligkeit und der Solidarität!


CC0

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Urheber/innen:

Dieser Eintrag wurde von den #Edunauten kuratiert.

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